Am Grundöltyp und der Angaben der Temperatur für einen "dauerhaften" Einsatz. Ein Hochtemperaturfett auf Basis PAO und einer Temperaturangabe von 220°C ist unrealistisch und bezieht sich lediglich auf eine sehr kurze, zeitlich nicht definierte Zeitspanne. Schmierfette auf PFPE-Basis können dageben bedenkenlos den angegebenen Temperaturangaben ausgesetzt werden. Allerdings sind auch hier verschiedene Typen zu berücksichtigen.
Das hängt vorwiegend von der Temperatur sowie dem Verdicker und dem Grundöl des Schmierfettes ab. Die Temperatur führt zu einer sehr schnellen Alterung. Dabei geht man davon aus, dass sich ab 60°C die Lebensdauer sich mit jeden weiteren 10°C halbiert.
Mindestens 20°C über der tatsächlichen Einsatztemperatur. Je größer der Abstand umso länger die Nachschmierintervalle.
Das liegt an den Rohstoffen. Schmierfette auf PFPE-Basis können je nach Typ bis zum 50-fachen eines einfachen Hochtemperaturfettes kosten. Dafür haben sie auch eine bis zum 1000-fachen Lebensdauer was sehr lange Nachschmierintervalle ermöglicht.
Das kann mehrere Ursachen haben. Zu hohe Temperaturen und zu lange Nachschmierintervalle. Das Schmierfett ist von der Temperaturbelastung überfordert. Die mechanische Last ist zu hoch oder in der Zuführung thermisch vorgealtert.
Das kommt auf den Temperatureinsatzbereich an. Bei Temperaturen unter 210°C gibt es kostengünstigere Hochtemperaturfette die nicht auf PFPE-Basis sind. Allerdings muss hier häufiger und viel nachgeschmiert werden.
Insofern keine radioaktive Belastung vorliegt gibt es kostengünstigere Hochtemperaturfette die ggf. sogar dem Eingesetzten überlegen sein können.
Das falsche Fett wird man nur schwer ohne Ausbau des Lagers zu 100% herausbekommen. Erfahrungsgemäß erhält man mit dem Durchschmieren mit der Menge des 3-fachen Lagerfreiraumes ein Maximum des Falschfettes raus. Ein Rest von ca. 15-20% wird erst mit vielen Nachschmierungen weniger.
Das Fett ist thermisch sehr stark belastet und sollte nachgeschmiert werden.
Das kann an folgenden Ursachen liegen: Der Lagergeometrie, dem Fettaustritt, der Lagerabdichtung, der Nachschmiermenge und -Frequenz und letztendlich die Fetttypen die eingesetzt wurden.
Wenn man nicht weiß, was es genau ist, einfach beide Fette in gleicher Menge vermischen und 24–48 h ruhen lassen. Zeigen die Fette eine Tendenz zur Entmischung, sind sie unverträglich. Fette auf PFPE-Basis sind grundsätzlich nur mit Fetten derselben Basis mischbar.
Das Fett ist thermisch überlastet und der Nachschmierintervall zu kurz.
Verwendet man für jedes Lager das passende Fett ist die Verwechslung unausweichlich. Das Hochtemperaturfett für das am stärksten Belastete Lager wird für alle anderen weniger belasteten verwendet. Der Nachmierintervall richtet sich an dem des Kürzesten.
Bis 200°C gibt es schon lange PTFE und PFPE freie Alternativen. Bei höheren Temperaturen wird das schon schwieriger da die Trägeröle ab diesen Temperaturen verbrennen oder verdampfen. Am Ende verbleibt eine Trockenschmierung z.B. Graphit oder MoS2 die eine häufige Nachschmierung erfordert.
Beobachtung: Die 20 Meter lange Kette längt sich innerhalb von 3 Monaten um 3 %. Die Ofentemperatur beträgt lediglich 200 °C, das Schmierbild ist dauerhaft „nass“.
Einschätzung: In diesem Fall scheidet das Kettenöl als alleinige Ursache weitgehend aus; vorausgesetzt, die Viskosität beträgt etwa 300 mm²/s bei 40 °C und das Öl ist auf Esterbasis.
Mögliche Ursachen:
Hinweis: In den beiden letzten Fällen, also bei Korrosion und Überbelastung, kann tatsächlich ein geeignetes Kettenöl zur Lösung beitragen.
Beobachtung: Obwohl die Kette regelmäßig und augenscheinlich ausreichend geschmiert wird, ist sie schwergängig, die Lastaufnahme steigt deutlich an.
Mögliche Ursachen:
Lösungsansätze:
Fazit: Steife Ketten und hohe Lastaufnahme sind oft nicht Folge unzureichender Schmierung, sondern von Ablagerungen oder Verschleiß. Spezielle Schmierstoffe und geeignete Reinigungsverfahren können helfen, die Funktion wiederherzustellen.
Beobachtung: Der Verbrauch des Kettenöls ist deutlich erhöht. Trotz regelmäßiger Schmierung scheint viel zu viel Öl durch die Anlage zu laufen.
Mögliche Ursachen:
Fazit: Ein erhöhter Ölverbrauch ist häufig nicht auf das Öl selbst zurückzuführen, sondern auf fehlerhafte Applikation, fehlende Abstimmung mit dem Prozess oder unerkannte Verschmutzungen. Eine gezielte Analyse der Schmierstellen, Temperaturführung und Düsenposition ist entscheidend, um Effizienz und Verbrauch zu optimieren.
Mögliche Ursachen und Lösungen:
Fazit: Rauchentwicklung entsteht meist durch zu große Temperaturunterschiede, Überdosierung oder ungeeignete Ölprodukte. Technische Anpassung und die richtige Produktauswahl können das Problem minimieren.
Mögliche Ursachen:
Fazit: Kettenradverschleiß entsteht häufig durch Spiel in der Mechanik, unzureichende Führung oder Überlastung der Bauteile. Eine regelmäßige Prüfung aller beteiligten Komponenten ist entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden.